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Liebe Leserin, lieber Leser,

wir möchten gerne an unsere 1. Wedding-Lesung heute Abend um 19 Uhr in der Galerie in der Müllerstr. 163 erinnern. Heute wird das einzige und lange verschollene Buch des Malers Otto Nagel vorgestellt. Es liest der Schauspieler Leo Solter. Am 2. Mai stellt Marcia Zuckermann an gleicher Stelle ihr Buch "Mischpoke" vor, eine jüdische Familiengeschichte, die u.a. zum Sparrplatz führt. Dazu gibt es jiddische Frauen- und Widerstandslieder mit Tania Alon. In der Reihe Rundgänge  geht es am Samstag, d. 28.4. um die Geschichte des Plattenbaus in Berlin. Wir freuen uns auf Anmeldungen (Teilnahme kostenlos, Anmeldelinks bei den jeweiligen Veranstaltungen).

 

25. April:

Wedding-Lesung 1: Mit Otto Nagel im nassen Dreieck

Cover "Die weiße Taube oder das nasse Dreieck"
 

Seine Beobachtungen hat der Maler Otto Nagel in zahlreichen Bildern festgehalten. Es sind Momentaufnahmen aus dem alten Berlin, Stadtlandschaften, aber auch Einblicke in die soziale Not der Arbeiter, der Arbeitslosen und Obdachlosen  im Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre.  Als genauer Beobachter erweist sich Otto Nagel aber auch in seinem Ende der zwanziger Jahre entstandenen Roman „Die weiße Taube oder Das nasse Dreieck“, der erst 50 Jahre später erstmals veröffentlicht wurde und jetzt in einer Neuauflage im Verlag Walter Frey erschienen ist.

In seinen Bildern hat Otto Nagel den Verarmten, die in den heruntergekommenen Berliner Mietskasernen um das Überleben kämpften,  ein Gesicht gegeben. In seinem einzigen Roman gibt er ihnen auch eine Stimme.  Es ist die Geschichte eines unaufhaltbaren Abstiegs, erzählt aus der Sicht von Wilhelm Thiele, der arbeitslos wird  und im „Nassen Dreieck“  landet, der „Pennerkneipe“ von Muttchen im Wedding, einem Treffpunkt der Obdachlosen und Bettler.   Sie alle bekommen keinen Pfennig Arbeitslosenhilfe mehr. Zwei Millionenen Menschen leben in dieser Zeit in Deutschland ohne jede Unterstützung.

Eine Einführung in die Zeit gibt Bernd Schimmler, Vorsitzender des Weddinger Heimatvereins.  Brunhilde Wehinger berichtet über die Geschichte des Buches, der Schauspieler Leo Solter liest Passagen aus Otto Nagels Buch.

Mittwoch, 25. April 2018, 19.00 Uhr, Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin

Wir bitten um Anmeldungen unter www.spd.berlin/wedding1

Eine Buchbesprechung finden Sie hier: http://geschichten-aus.berlin/otto-nagel-und-das-nasse-dreieck-im-wedding/#more-637.

 

 
2. Mai:

Wedding-Lesung 2: Mit Marcia Zuckermann zum Sparrplatz

Cover "Mischpoke"
 

In „Mischpoke“ erzählt Marcia Zuckermann über vier Generationen die turbulente Geschichte der Kohanims, einer alten jüdischen Familie aus Westpreußen.  Die sieben Töchter von Samuel und Mindel Kohanim gehen sehr unterschiedliche Lebenswege.  Tochter Franzi  führt er ins „Nachtjacken-Viertel“, zum Sparrplatz, im „roten Wedding“.  Der liebevoll erzählte  Familienroman blickt in unterschiedliche Milieus, er spiegelt deutsche Geschichte wider, mit Hoffnung und Kampf, Verfolgung und Widerstand. Es ist eine spannende Geschichte, voller Witz, Selbstironie und Tragik. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht einer Nachfahrin der Kohanims, der die Justiz die Unterstützung einer Geflüchteten vorwirft.  „Mischpoke“ wird jetzt als TV-Mehrteiler verfilmt.

Marcia Zuckermann wurde 1947 in Ostberlin geboren. Ihr jüdischer Vater überlebte den Holocaust als poli­tischer Gefangener im KZ Buchenwald, ihre protestan­tische Mutter war als Kommunistin im Widerstand aktiv. 1958 musste die Familie die DDR als Dissidenten verlas­sen.

Eine Einführung in die Zeit gibt Bernd Schimmler, Vorsitzender des Weddinger Heimatvereins.  Die Sängerin Tania Alon trägt im Rahmenprogramm  ihre wiederentdeckten jiddischen Frauen- und Widerstandslieder vor. 

Mittwoch, 2. Mai 2018, 19.00 Uhr, Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin

Wir bitten um Anmeldungen unter www.spd.berlin/wedding2

Eine Leseprobe finden Sie hier: https://www.fva.de/Buecher/Mischpoke.html

 

 
28. April:

Rundgang zur Geschichte des DDR-Plattenbaus in Berlin

Die „Platte“ kommt zurück. Nachdem die Plattenbausiedlungen aus der DDR-Zeit vor allem im Westen der Bundesrepublik lange als ein „seelenloser“ Massenwohnungsbau abgetan wurden, hat sich in den letzten Jahren die Stimmung verändert. Plattenbauwohnungen gelten nicht allein baulich als solide, sondern werden auch wegen ihrer Wohnqualitäten geschätzt. Inzwischen werden auch wieder Plattenbauten mit neuen Fertigungstechniken erstellt.
Zeit also, einen Blick auf die durchaus differenzierte Entwicklung des Plattenbaus zu werfen. Hierzu gibt es inzwischen im Bezirk Lichtenberg eine „Inforoute“, auf der in einem ca. zweistündigen Rundgang fast alle Varianten der DDR-Platte zu sehen sind. Wer sich vorab über die Inforoute informieren will, kann dies unter folgendem Link tun: Inforoute
 
Hierzu treffen wir uns am Samstag, 28. April 2018, um 11:00 Uhr, am Ausgang U-Bahnhof Friedrichsfelde (Linie U-5, Abfahrt um 10:36 Uhr ab Alexanderplatz).
Der Rundgang endet am U-Bahnhof Tierpark (ebenfalls U 5).
 
Eine Anmeldung wird erbeten unter: www.spd.berlin/rundgang-plattenbau

 

 

Telefon-Hotline der Berliner SPD: (030) 46 92 222

E-Mail: spd@spd-berlin.de

Das Kulturforum im Internet: www.kultur-in-berlin.com

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